SPD Jüchen positioniert sich gegen Gewerbegebiet Sasserath – Wir fordern Suche nach alternativen Gewerbeflächen

Die Jüchener SPD positioniert sich gegen das geplante Gewerbegebiet Sasserath. Nach intensiver Diskussion verabschiedete die Stadtratsfraktion einstimmig einen Antrag, in dem die Stadt aufgefordert wird, in Zusammenarbeit mit dem Zweckverband Landfolge Garzweiler alternative Standorte für die Realisierung von Gewerbeflächen zu finden. Die SPD Jüchen hält den Standort an der B59 aus verschiedenen Gründen für ungeeignet und beantragt daher, die weiteren Planungen aufzugeben. Über den SPD-Antrag berät der Planungsausschusses des Rates am 15. September.

„Die Jüchener SPD registriert massiven Widerstand aus der Bevölkerung sowohl in Mönchengladbach als auch in Jüchen. Darüber hinaus haben die Eigentümer bedeutender Flächen innerhalb des Verfahrens schriftlich bekundet, keine Grundstücke für das geplante Gewerbegebiet zu verkaufen“, begründet der SPD-Fraktionsvorsitzende Hans-Josef Schneider die Ablehnung der mit der 10. Regionalplanänderung beschlossenen Ausweisung der knapp 60 Hektar großen Fläche zwischen Jüchen und Mönchengladbach als Gewerbegebiet.

Nach Auffassung der sozialdemokratischen Ratsfraktion gibt es im Jüchener Stadtgebiet andere und besser für eine gewerbliche Nutzung geeignete Flächen. So schlägt die SPD vor, zum Beispiel bereits verfüllte Flächen des Tagebaus auf ihre Eignung zu prüfen – erst recht aber die großen Areale, die demnächst nach der aktuell laufenden Verfüllung des sogenannten östlichen Restlochs entstehen. Deshalb schlägt die SPD vor, dass die Jüchener Verwaltung hier gemeinsam mit dem Zweckverband Landfolge Garzweiler aktiv wird. Auch das geplante Gewerbegebiet Elsbachtal zwischen Jüchen und Grevenbroich bietet nach Einschätzung der SPD noch weiteres Potenzial für die Schaffung der dringend benötigten Gewerbeflächen.

SPD-Fraktionsvorsitzender Hans-Josef Schneider: „In unseren Antrag haben wir den Satz geschrieben: ,Weitergehende Bauleitplanungen für das Gewerbegebiet Sasserath werden eingestellt.‘ Folgt der Planungsausschuss diesem Vorschlag, wäre die Diskussion um das Gewerbegebiet rasch beendet und wir können uns realistischeren Alternativen zuwenden.“

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