Aktuelles von der SPD Jüchen

Ehemaliger Leiter der Grundschule Hochneukirch: Reiner Kivelitz kommt am 23. April zum „Talk auf dem Roten Sofa“

Die Themen Kinder und Schule stehen im Fokus des nächsten „Talks auf dem Roten Sofa“: Die Jüchener SPD heißt am Dienstag, 23. April, 19 Uhr Reiner Kivelitz im „Roten Salon“ an der Odenkirchener Straße 26 willkommen. Er hat einen großen Teil seines Berufslebens als Grundschullehrer gearbeitet und war von 1989 bis 2015 Leiter der Grundschule Hochneukirch – ganze Generationen von Kindern hat Reiner Kivelitz im Unterricht erlebt, sodass der erfahrene Pädagoge viele Erlebnisse und Einschätzungen mit zu uns beim „Talk auf dem Roten Sofa“ bringen wird.

Reiner Kivelitz wurde 1950 in Neuss geboren. Er ist verheiratet und Vater von drei Kindern. Er war Lehrer an verschiedenen Schulen in Neuss und Kaarst. Von 1989 bis zu seiner Pensionierung 2015 fungierte er als Schulleiter der Grundschule Hochneukirch. Nicht nur bei Schülerinnen und Schülern sowie deren Eltern hat Reiner Kivelitz während dieser langen Zeit viele Spuren hinterlassen. Auch in der Jüchener Bürgerschaft, in Politik, Verwaltung und Vereinen machte sich der beliebte Pädagoge einen Namen. Dazu bekam er den „Ehrentaler der Gemeinde Jüchen“ verliehen.

Allein das Berufsleben von Reiner Kivelitz bietet den SPD-Ortsvereinsvorsitzenden Anna-Lisa Strohbach und Norbert John beim „Talk auf dem Roten Sofa“ am 23. April bereits viele Aufhänger für Fragen. Der Gast ist jedoch auch gesellschaftlich aktiv und im Brauchtum eine feste Größe. So hat er für sein Engagement in Schützenwesen und Kirche bereits die Bundesverdienstmedaille und den päpstlichen Orden „Pro ecclesia et pontifice“ erhalten. Auch über diese Seiten von Reiner Kivelitz werden wir sprechen – wie immer sind auch diesmal Gäste herzlich willkommen!

Wegen der begrenzten Zahl an Plätzen im „Roten Salon“ bitten wir für den Talk am 23. April um eine kurze Anmeldung: Telefonisch bzw. per WhatsApp unter 0151 70 11 21 62 oder per E-Mail an anna.strohbach@spd-juechen.de oder norbert.john@spd-juechen.de.

Für Integration und Wertschätzung: „Talk auf dem Roten Sofa“ mit Serin Alma bot spannende Einblicke

Wie ist die Situation der Menschen mit Migrationshintergrund in Jüchen? Wie deutsch ist man nach einem halben Jahrhundert Leben in diesem Land? Was machen Diskussionen wie die um das Thema „Remigration“ mit zugewanderten Menschen? Diesen und vielen anderen Fragen stellte sich jetzt Serin Alma beim „Talk auf dem Roten Sofa“ der SPD Jüchen. Die Vorsitzende des Türkisch-Deutschen Freundeskreises Jüchen und vielfältig engagierte Hochneukircherin bot den Gästen im „Roten Salon“ eine Menge interessanter und auch amüsanter Einblicke in die migrantischen Communities Jüchens und in ihre eigenen Erfahrungen nach fast 50 Jahren in unserer Stadt: ein sehr gehaltvoller Austausch über alle Grenzen hinweg, für den Serin Alma ausgiebig Beifall der Talk-Gäste erhielt.

Respekt und Wertschätzung anderer Menschen sowie Interesse und Toleranz für die Mitmenschen: Diese Wegmarken haben Serin Alma über die Jahrzehnte begleitet, privat wie beruflich. Schließlich hat sie immer den Rat von Mutter und Großmutter beherzigt: „Deine Finger sind nicht gleich. Bedenke, dass die Menschen nicht alle so wie du sind.“

Damit war der Ton gesetzt beim „Talk auf dem Roten Sofa“ mit Serin Alma. Denn der Gast legt besonders viel Wert auf Zwischenmenschliches, auf Zugewandtheit, Verständnis und Offenheit. Diese Eigenschaften führten auch vor mehr als 20 Jahren zur Gründung des Türkisch-Deutschen Freundeskreises (TDF), wobei die Anschläge des 11. September den Auslöser bildeten: „Als meine Schwester und ich von einigen Mitbürgern wie Terroristen behandelt wurden, war uns klar: Wir mussten was tun.“

Mit dem Kulturfrühstück und anderen Veranstaltungen, aber vor allem mit vielen Gesprächen und Kontakten hat der mittlerweile rund 80 Mitglieder starke TDF einiges für Menschen mit Migrationshintergrund bewegt. Für Serin Alma ist es mit diesem Ehrenamt nicht getan: „In meinem Wohnzimmer ist oft der Integrationsrat zu Hause“, deutet sie lachend an, dass sich viele Betroffene mit ihren Fragen und Problemen direkt an sie wenden. Nicht zuletzt deshalb träumt Serin Alma von einem festen Treffpunkt für den TDF, denn: „Es geht nicht nur um Integration, sondern auch um Verständigung und Erfahrungsaustausch.“

Die Fragen des SPD-Ortsvereinsvorsitzenden Norbert John drehten sich darüber hinaus unter anderem um den beruflichen Hintergrund von Serin Alma, die im Krankenhaus Heinsberg auf der Palliativstation arbeitet, berufspolitisch im Verband Medizinischer Fachberufe wirkt und freiberuflich als Referentin und Beraterin tätig ist. Glücklich ist sie dabei im Beruflichen wie im Privaten über unzählige wertvolle Begegnungen: „Egal, wo ich war, mich haben immer gute Menschen begleitet.“

Das war bereits in ihrer Anfangszeit in Hochneukirch so, wohin es die Familie verschlagen hatte – nachdem die Mutter zuvor allein nach Deutschland gekommen war, um Arbeit zu finden. Für Serin Alma und ihre Familie war vor 50 Jahren vieles zunächst fremd – ob winterliche Kälte, blonde Haare, Rosenkohl oder Silvesterböller. Und am ersten Osterfest kam die Polizei, weil die Familie draußen Wäsche aufgehangen hatte, erinnert sie sich schmunzelnd an weit zurückliegende Anekdoten.

Und wie deutsch ist Serin Alma nach einem halben Jahrhundert in der neuen Heimat? „Ich lege Wert auf Pünktlichkeit und bin vielen Migranten zu direkt. Außerdem feiern wir natürlich auch Weihnachten“, erklärt sie. Daneben schätzt Serin Alma weiterhin „türkische“ Werte, wie Gastfreundschaft und Hilfsbereitschaft, Umarmungen und Herzlichkeit. „Nach 50 Jahren ist natürlich Deutschland meine Heimat, die Türkei ist mein Geburtsland. Meine Herz ist hier, mein Seele in der Türkei“, fasst sie zusammen.

Aber auch Sorgen bekundete der Talk-Gast: „Nicht zuletzt die Diskussion um die sogenannte Remigration macht mir wirklich Angst – wenn ich bedenke, dass ich zu jenen gehöre, die man aus dem Land jagen will. Dahinter steckt ein schleichender Prozess, den man im Auge behalten muss.“

Von Moderator Norbert John nach ihren Wünschen für die Zukunft befragt, äußerte Serin Alma abschließend, „dass sich die Menschen wertfrei und mit Respekt begegnen – und sich gegenseitig helfen. Das muss in Schulen und Kindergärten anfangen.“ Damit schlug sie zugleich den Bogen zum nächsten Gast, den die Jüchener SPD beim „Talk auf dem Roten Sofa“ begrüßen wird: Am Dienstag, 23. April, 19 Uhr erscheint Reiner Kivelitz im „Roten Salon“, ehemaliger Leiter der Grundschule Hochneukirch.

SPD Jüchen lädt am 4. April ein zur Mitgliederversammlung

Der SPD-Ortsverein Jüchen lädt alle Mitglieder ganz herzlich ein: zur Mitgliederversammlung, die am Donnerstag, 4.4.2024 um 18.30 Uhr im Landgasthof Kelzenberg, Keltenstraße 8 stattfindet.

Auf der Tagesordnung der Mitgliederversammlung stehen vor allem diese Themen:

  • Resümee des ersten Arbeitsjahres des neuen Ortsvereinsvorstands
  • Ausblick auf die Wahl zum Europäischen Parlament am 9. Juni
  • Die aktuelle Situation in der Bundespolitik
  • Informationen zu unserer Reihe „Talk auf dem Roten Sofa“

Die SPD Jüchen freut sich auf eine rege Teilnahme an der Mitgliederversammlung: „Kommt am 4.4. einfach dazu und sprecht mit uns, mit dem gesamten Ortsvereinsvorstand und anderen Mitgliedern!“

Über 1500 Menschen bei der Demo in Jüchen: kraftvolles Zeichen für Demokratie, Vielfalt und Toleranz

Ganz stark, Jüchen! Sage und schreibe über 1500 Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt gingen heute auf die Straße, um für Demokratie, Vielfalt und Toleranz zu demonstrieren. Vom Schulzentrum ging es zum Jüchener Markt, wo neben „normalen“ Jüchenerinnen und Jüchenern viele Akteure der Stadtgesellschaft zusammenkamen: Vereine und Verbände, Kirchengemeinden und Jugendeinrichtungen, Schulen und Parteien. Alle einte der Wunsch, ein Zeichen zu setzen: gegen Hass und Hetze, für Respekt und Miteinander. Selbstverständlich war die SPD Jüchen mit einer großen Abordnung bei der Demo vertreten – an einem Infostand kamen wir außerdem mit Gästen ins Gespräch.

Zu den Rednern bei der Kundgebung zählte unser Bundestagsabgeordneter Daniel Rinkert. In seinem Statement betonte er den Willen aller Demokraten, rechtsradikales und menschenverachtendes Gedankengut in unserer Heimat nicht zuzulassen: „Wir verteidigen unsere Demokratie gegen ihre Feinde!“

Außergewöhnlich war die Demo auch durch die Tatsache, dass sie von Besuchern und Ehrenamtlern des Jugendcafé Bamm in Hochneukirch initiiert und organisiert wurde – darunter unsere Jusos Ria Hilmer und Niklas John. Respekt und ein riesiges Dankeschön für die tolle Arbeit des gesamten Teams!

Wir sind mehr!

„Jüchen stellt sich quer“: Demonstration am 3. März für Demokratie, Vielfalt und Toleranz

Jüchen stellt sich quer – und wir sind dabei! Die SPD Jüchen ist selbstverständlich Teil des Bündnisses für Demokratie, Vielfalt und Toleranz, das sich für eine Demonstration und Kundgebung am Sonntag, 3. März gebildet hat! Lasst uns gemeinsam am 3. März zeigen, dass in unserer Stadt kein Platz ist für Faschismus und nationalsozialistisches Gedankengut!

Wir danken dem Jugendcafé bamm für die Initiative, allen Beteiligten für ihr Mitwirken und freuen uns auf eine machtvolle Demo der Jüchener Stadtgesellschaft!

„Ich mag die Menschen in Jüchen“: Talk auf dem Roten Sofa mit Margarete Kranz besaß hohen Wohlfühlfaktor

„Ich mag die Menschen in Jüchen. Deshalb komme ich immer wieder gern nach Jüchen und freue mich, wenn ich nach wie vor zu Festen eingeladen werde.“ Auch 15 Jahre nach ihrem Ausscheiden aus dem Amt und dem Umzug nach Neuss hat die frühere Jüchener Bürgermeistern Margarete Kranz unverändert engen Kontakt mit der Stadt Jüchen und ihren Bürgerinnen und Bürgern. Beim „Talk auf dem Roten Sofa“ der Jüchener SPD war ihre Amtszeit ein wichtiges Gesprächsthema. Doch auch viele private und persönliche Ansichten der ehemaligen „ersten Bürgerin“ sorgten dafür, dass die Talk-Zeit im „Roten Salon“ wie im Flug verging.

„Schade, dass es schon vorbei ist. Es war ein bisschen wie nach Hause kommen.“ Margarete Kranz hätte wohl gern noch länger als die rund zwei Stunden mit den Gästen verbracht – so angenehm war die Atmosphäre beim gutbesuchten „Talk auf dem Roten Sofa“. Damit war sie im Einklang mit dem Publikum, das gleichfalls einen ebenso kurzweiligen wie informationsreichen Abend bei der SPD erlebte.

Natürlich bildete die Amtszeit von Margarete Kranz einen wichtigen Schwerpunkt der vom SPD-Ortsvereinsvorsitzenden Norbert John moderierten Gesprächsrunde. Der Gast auf dem Roten Sofa bekundete, dass ihr der Abschied vom Bürgermeisteramt zwar sehr schwer gefallen ist, aber: „Langweilig ist mir auch nach dem Ausscheiden nie geworden. Allein schon wegen der Ehrenämter, die ich übernommen hatte. Und dann bin ich direkt im Anschluss an die Zeit als Bürgermeisterin zur Umsiedlungsbeauftragten berufen worden – das war für mich ein Glücksfall.“

Schließlich hatte Margarete Kranz während ihrer Amtszeit viel mit den Umsiedlungen von Otzenrath, Spenrath und Holz zu tun. „Es ist richtig, dass die von der Umsiedlung betroffenen Menschen gut entschädigt wurden“, blickt sie zurück und äußert zugleich Wünsche für die Entwicklung der Stadt Jüchen: „Ich hoffe, dass der See stabil wird und Chancen für die Region eröffnet. Jüchen hat viele Jahre lang Opfer für die Braunkohle gebracht.“

Mit den Jüchenerinnen und Jüchenern hält sie nach wie vor Kontakt. Sei es beim Einkaufen („Da muss ich mir immer ganz viel Zeit nehmen.“), sei es bei Schützenfesten und anderen Feierlichkeiten, bei denen Margarete Kranz ein gern gesehener Gast ist.

Aber nicht nur nach Jüchen fährt die frühere Bürgermeisterin  – sie bereist auch die Welt, wozu sie früher wenig Zeit hatte. Befragt nach Zielen, äußerte sie: „Besonders gut hat mir Südamerika gefallen – Brasilien und Chile zum Beispiel. Nicht unbedingt muss ich noch einmal nach Island oder Alaska. Dort ist es sicher schön, aber es ist schon sehr, sehr viel Landschaft und es gibt sehr, sehr wenige Menschen.“

Überhaupt der Kontakt mit Menschen! Der lag und liegt Margarete Kranz ganz besonders am Herzen. „Mir ist immer der persönliche Kontakt wichtig gewesen – den Menschen zuzuhören. Man muss nicht immer die Wünsche der Leute erfüllen; das geht auch gar nicht. Aber das Mindeste, was man tun kann, ist den Menschen zu erklären, warum etwas geht oder warum etwas nicht geht.“ Und als gut gemeinten Rat an die heutige Politik sagte sie: „Ich wünsche mir, dass die Politik die Menschen ernster nimmt. Das sollte oberste Richtschnur sein: zuhören, abwägen, kommunizieren – und ehrlich sein.“

Weitere Aspekte des „Talks auf dem Roten Sofa“ umfassten die Themen Frauen in der Politik und Frauen in Führungspositionen. Hier konnte Margarete Kranz aus ihrem Berufsleben Positives berichten – hatte aber auch klare Forderungen: „Als Frau in der Verwaltung oder in der Politik habe ich keine schlechten Erfahrungen gemacht. Aber auch heutzutage muss sichergestellt sein, dass Frauen nicht doppelt und dreifach belastet sind, wenn sie einen Vollzeitjob machen wollen. Das kann nicht sein. Da müssen dann auch die Bedingungen geschaffen werden, wie eine gesicherte Kinderbetreuung.“

Nach dem gelungenen und unterhaltsamen Austausch mit Margarete Kranz ist auch der nächste Gast beim „Talk auf dem Roten Sofa“ weiblich: Am Dienstag, 12. März, 19 Uhr kommt Serin Alma in den „Roten Salon“. Mit der Vorsitzenden des Türkisch-Deutschen Freundeskreises Jüchen und vielfältig engagierten Bürgerin will die SPD Jüchen ins Gespräch kommen und die Gäste erneut gut unterhalten.