Familienfreundliches Jüchen

Ingrid Hack, Erik Lierenfeld, Marion Klein (v.l.n.r.)

Ingrid Hack, Erik Lierenfeld, Marion Klein (v.l.n.r.)

Zu diesem Thema hatte die SPD am 7. Mai ins Haus Katz eingeladen. Marion Klein, Leiterin des Kreisjugendamts, Harald Zillikens, Bürgermeister von Jüchen, und Erik Lierenfeld, stellv. Bürgermeister von Dormagen, besetzten das Podium in einer Diskussion, für die Ingrid Hack MdL, stellv. Sprecherin der SPD im Landtagsausschuss für Kinder, Jugend und Familie, das Impulsreferat hielt.
Ingrid Hack fasste den Begriff „Familie“ sehr weit: Familie ist da, wo Menschen unterschiedlicher Generationen dauerhaft Verantwortung füreinander übernehmen. Sie stellte Fragen: Ist „Familienfreundlichkeit“ als gleichberechtigter Standortfaktor für die Gemeinde anerkannt neben Wirtschaftskraft, Verkehrsanbindung, Infrastruktur und Stadtentwicklung? Ist „Familie“ ein integraler Bestandteil bei allen Verwaltungsentscheidungen? Und als Summe: Wie vergewissert man sich über Erfolg und Mängel aller Bemühungen? Dazu erläuterte sie das Audit-Verfahren des Vereins (–>) „Familiengerechte Kommune“, der von der Bertelsmann-Stiftung, der Hertie-Stiftung und dem Land NRW getragen wird.
Die Gemeinde muss zur Zukunftssicherung dafür sorgen, dass notwendige Leistungen für Familien vorgehalten werden. Das tut sie zweifellos in großem Umfang gemeinsam mit dem Kreis im Bereich Schule, Kindertagesstätten, Seniorenbetreuung, Sport und Jugendhilfe. Hierauf legte BM Harald Zillikens in seinem Beitrag großen Wert.
Marion Klein wies insbesondere darauf hin, dass nicht nur Institutionen und Geld Familienfreundlichkeit ausmachten, sondern vor allem auch soziale Beziehungen. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf brauche nicht nur förderliche Bedingungen für die Eltern, sondern vor allem auch für das Kind. Daher nähmen auch immer mehr Väter die Elternzeit in Anspruch, um sich ihrem Kind bis zur individuellen Eignung für den Kindergarten zu widmen. Die Arbeitswelt muss sich dem mehr anpassen.
Erik Lierenfeld betonte die Notwendigkeit einer frühzeitigen und vorbeugenden Kontaktnahme in der Kinder- und Familienbetreuung insbesondere bei sozial schwierigen Verhältnissen, wie sie das Dormagener-Modell beispielhaft und erfolgreich betreibt.
Etwa 35 Teilnehmer folgten der Diskussion, die von Holger Witting, stellv. Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Jüchen, moderiert wurde. In einem Zuhörer-Beitrag wurde die Schwierigkeit vieler Berufspendler in Jüchen angesprochen, die zeitlichen Erfordernisse ihres Tagesablaufs mit den gegebenen Öffnungszeiten der Kitas in der Kinderbetreuung zu vereinbaren. Gerade für eine „Pendler-Gemeinde“ wie Jüchen müssen hier bessere Lösungen gefunden werden.
Bei der Frageaktion im TOP-Kurier, die der Veranstaltung vorausging, waren 10 Eingaben eingegangen. Sie werden alle vom Veranstalter mit der Gemeindeverwaltung besprochen und möglichst bald beantwortet.

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