Symposium „Gemeinsam gegen Motorradlärm“

Am 5. März 2015 fand ein Symposium „Gemeinsam gegen Motorradlärm“ in Simmerath am Rur-See statt, zu dem der Bürgermeister der Gemeinde Simmerath eingeladen hatte. Es nahmen etwa 80 Vertreter von Kommunen aus NRW und Rheinland-Pfalz teil. In Impulsreferaten wurde die Rechtslage auf EU-Ebene und in der angestrebten Entwicklung durch das Bundesministerium für Verkehr und Innovation dargestellt. Straßen-NRW und die Polizei des Hochsauerlandkreises berichteten von Maßnahmen in der Praxis. Zuletzt wurde eine Resolution (Forderungskatalog) bei einigen Gegenstimmen verabschiedet.

Ich habe sie als Vorsitzender für die SPD Ratsfraktion Jüchen unterschrieben, wenn auch manche Forderung juristisch schwierig umzusetzen sein wird. Aber es geht darum, ein Zeichen zu setzen. Mit dem Vortragenden zur „Ordnungspartnerschaft Motorradlärm“ des Hochsauerlandkreises habe ich nach seinem Referat gesprochen. Das Kontrollprogramm der Polizei in Zusammenarbeit mit betroffenen Kommunen startete 2014. Dabei werden an Schwerpunkten im Straßenverkehr gleichzeitig Lärm- und Geschwindigkeitsmessungen durchgeführt und Konsequenzen gezogen ggf. mit Ordnungsstrafen bis hin zur Sicherstellung des Fahrzeuges. Eine Erfolgsbeurteilung lässt sich wegen der Kürze der Zeit noch nicht geben.

Holger Tesmann

1 Kommentar » Schreibe einen Kommentar

  1. Die Forderung, dass Motorräder, die schon zugelassen sind, nachträglich leiser werden sollen ist unsinnig.
    Um einen vorhanden Motor leiser zu bekommen, muss eine andere Auspuffanlage montiert werden. Für jedes Modell muss also erstmal eine andere Auspuffanlage im Handel erhältlich sein. Falls es so eine Auspuffanlage gibt, wird sich dies Auspuffanlage nicht nur auf das Geräusch, sondern auch auf die Gemischaufbereitung und die Verbrennung im Motor auswirken. Das heißt, dass die Motoren neu auf die Auspuffanlage mit der Gemischaufbereitung abgestimmt werden müssen. Das führt wiederum zu einer anderen Leistung des Motors. Die andere Leistung berührt wieder die Einstufung in eine Versicherungsgruppe, welche sich wahrscheinlich ändern wird. Um überhaupt eine Abstimmung der Gemischaufbereitung hin zu bekommen und um die erhaltene Leistung festzustellen, sind umfangreiche Messungen für jedes zugelassene Motorrad auf dem Prüfstand notwendig.
    Die Forderung ist eine typische Forderung vom grünen Tisch von Leuten, die keine Sachkenntnisse besitzen.

    Dazu kommt die rechtliche Seite. Es verstößt gegen geltendes Recht und allgemein auch gegen Treu und Glauben, an Fahrzeugen, die nach der Zulassungsverordnung zugelassen sind, nachträgliche Änderungen per Gesetzt festzulegen und das noch einseitig nur für eine bestimmte Art von Fahrzeugen.
    Auch hier gilt das oben Gesagte der Forderung vom grünen Tisch.

    Mit den Forderungen in dem Forderungskatalog wird ein großer Teil von Verkehrsteilnehmern diskriminiert und die Forderungen tragen sicher nicht zur Lösung des Lärmproblemes bei.

    Zwei Finger hoch zum Gruße
    Reinhold Lakotta

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