Jüchen soll soziale Stadt werden

SPD-Fraktion bei der Haushaltsklausur im November 2016 in Wassenberg-Effeld

SPD-Fraktion bei der Haushaltsklausur im November 2016 in Wassenberg-Effeld

Im Rahmen ihrer Haushaltsklausur hat die SPD Fraktion die Umwandlung der Gemeinde zu einer mittleren kreisangehörigen Stadt beraten. Die Haushaltsberatungen haben am vergangenen Wochenende in Wassenberg-Effeld stattgefunden. Bürgermeister Harald Zillikens hat den Ratsmitgliedern und den Sachkundigen Bürgern der SPD die Auswirkungen der Umwandlung vorgestellt.

Die SPD-Fraktion hat ein einstimmiges Votum zur Umwandlung der Gemeinde Jüchen in eine mittlere kreisangehörige Stadt getroffen. Mit diesem Votum geht die SPD nun in die Haushaltsberatungen des Gemeinderats. Die Umwandlung wird von der SPD-Fraktion kritisch begleitet. Neben den finanziellen Auswirkungen, die letztendlich auf die Bürgerinnen und Bürger zurückfallen, muss die Umwandlung zur Stadt mit Verbesserungen einhergehen, die das soziale Miteinander in Jüchen verbessern.

Die Gemeindeverwaltung soll dazu ein Konzept für ein attraktives Stadtzentrum entwickeln. In einem Wettbewerb der besten Ideen muss der Marktplatz ein neues Gesicht erhalten, wodurch er zu einem sozialen Ort der Begegnung und Kommunikation werden kann, der die neugeschaffenen Einkaufsmöglichkeiten und den Bahnhof einbindet.

Die sozialverträgliche Integration der zugewiesenen Flüchtlinge muss nun weiter gestaltet werden. Den ersten Schritt ist die Gemeindeverwaltung gegangen, indem es gelungen ist, die Flüchtlinge dezentral in den verschiedenen Ortsteilen unterzubringen. Nun kommt es darauf an, dass auch die Integration in Kindergärten, Schulen, Vereinen und letztlich auf dem Arbeitsmarkt gelingt, damit der soziale Zusammenhalt in Jüchen weiter gestärkt wird.

Der Neubau der Kita in Otzenrath wird unterstützt. Er gewährleistet die frühkindliche Bildung bei zunehmenden Kinderzahlen.

Die Kooperation zwischen Gesamtschule und Gymnasium muss weiter ausgebaut werden. Von Anfang an hat die SPD-Fraktion die Umwandlung der Sekundarschule in eine Gesamtschule unterstützt. Nun hat Jüchen ein attraktives, städtisches Schulzentrum, das den Eltern ermöglicht, die für ihre Kinder passende Schulform zu wählen. Attraktive Bildungsabschlüsse und unterschiedliche Bildungsgänge können an beiden Schulformen nebeneinander angeboten werden. Die Kooperation bei den Bildungsangeboten sowie die Durchlässigkeit zwischen den beiden Schulen muss mit dem Ziel entwickelt werden, dass kein Kind zurückbleibt. Gemeinsam können attraktive Angebote geschaffen werden, die die Abwanderung von Schülern an Schulen außerhalb des Gemeindegebiets verhindert. Die Wechselmöglichkeit der Schüler von der einen Schule zu anderen gewährleistet, dass nicht bereits zu Einschulung der individuelle Bildungsweg unwiderruflich festgelegt wird.

Im Frühjahr 2017 wird sich der SPD-Ortsverein über die Partei- und Ortsgrenzen hinweg mit der Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs beschäftigen. Ein von Ehrenamtlichen getragener Bürgerbus, wie in der letzten Wahlperiode bereits schon einmal von der SPD zur Abstimmung gebracht, ist eine sehr gute Möglichkeit, die schlecht erreichbaren Ortsteile im Gemeindegebiet mit dem neuen Stadtzentrum zu verbinden.

Die Tagebaunachfolgelandschaft muss weiter geplant werden. Im Planungsverband mit der Gemeinde Titz sowie den Städten Mönchengladbach und Erkelenz sind kreative Ideen entwickelt worden, die in den Bereichen Landschaft, Verkehr, Soziales und Wirtschaft attraktive Gestaltungsmöglichkeiten aufzeigen. Nun müssen Grundlagen für die Umsetzung geschaffen werden. Dabei muss auch der Tagebaubetreiber nach dem Verursacherprinzip in die Pflicht genommen werden.

Die Ertragslage des Haushaltes birgt das größte Risiko für die Gemeinde Jüchen. Die Höhe von Zuweisungen des Landes und Gewerbesteuereinnahmen ist nahezu unkalkulierbar. Damit es hier wieder zu einem positiven Trend kommt, muss das geplante Gewerbegebiet mit der Stadt Grevenbroich zeitnah weiterentwickelt werden. Dabei wird die SPD-Jüchen ein besonderes Augenmerk auf die familienfreundliche Gestaltung legen. Im Besonderen bedeutet dies, die Belastung durch den Verkehr in den umliegenden Ortslagen zu reduzieren.

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