SPD Wahlprogramm 2014

In Verantwortung für unsere Gemeinde. Bürgernah. Verlässlich.
Was Sie wählen, wenn Sie wählen …
(1) Familienfreundlichkeit ist Jüchens Trumpf Kita Alleestr.
Vereinbarkeit von Familie und Beruf! Bildung und Erziehung für Kinder jeden Alters und jeder Herkunft! Zusammenleben der Generationen und sozialen Gruppen! Angebot von sozialer Chancengleichheit! Betreuung und Rückhalt im Alter!
Familienfreundlichkeit muss daher die erste Priorität sein bei allen strukturellen und investiven Entscheidungen in der Gemeinde. Sie ist die beste Chance, im kommunalen Wettbewerb zu bestehen.

Für eine familiengerechte Gemeinde:

  • Das Ganztagsangebot für Grundschulen muss bedarfsgerecht ausgebaut werden. Es darf keine Beschränkung der Teilnahme geben.
  • Der ortsnahe Schulbesuch bleibt auch bei sinkender Schülerzahl das Ziel, organisiert in Verbundschulen.
  • Die neu eingeführte Sekundarschule mit Ganztag darf und wird kein Kind zurücklassen.
  • Inklusion, das ist die gemeinsame Unterrichtung und Erziehung von behinderten und nicht-behinderten Kindern.
  • Kinderbetreuung in Kitas und Krippen braucht neue Räumlichkeiten und qualifiziertes Personal und muss bedarfsgerecht sein.
  • Kinderspielplätze haben ihren Wert im unmittelbaren Wohnumfeld. Patenschaften erleichtern ihre Pflege und Unterhaltung.
  • Jugendsport in Schulen und Vereinen muss zusammengeführt werden zum Vorteil von allen.
  • Barrierefreie Mobilität für Kinderwagen und Senioren auf allen Wegen.
  • Seniorengerechtes/Altersgerechtes Wohnen in Siedlungszentren und Dörfern mit ambulanten Angeboten zur Versorgung.


Adenauerplatz Hochneukirch 026
(2) Stadtentwicklung ist Jüchens Zukunft
Stadt- und Gebietsentwicklung bedeuten Erhalt und Ausbau von Lebensqualität. Sie sichern die Grundlagen unseres Gemeinwesens für die Zukunft. Dazu braucht die Gemeindeverwaltung mehr planerische Kapazität.

Für die Zukunft der Siedlungszentren:

  • Wohnungsbau im Kernbereich (Innenverdichtung) und Sanierung überalterter Quartiere machen die Gemeindezentren wieder attraktiv.
  • Die historischen Marktplätze in Hochneukirch und Jüchen sollen wieder-belebt werden. Dort treffen sich Menschen zu Einkauf und Gespräch.
  • Das Dorfentwicklungskonzept für Hochneukirch und Hackhausen ist erst ein Anfang. Die Entwicklung der Zivilisationsbrachen am Alten Friedhof und an der Wickrather/Wanloer Straße ist der wichtige nächste Schritt.
  • Die geplante Umgehungsstraße L354n für Hochneukirch braucht wirksamen Lärmschutz und eine geeignete Trassenführung.
  • Der Verkehrsknoten an der Holzer Str./Rheydter Str./Hochstr. muss entschärft werden.
  • Der Markt Jüchen, seine Umgestaltung und die Sanierung seiner überalterten Umgebung müssen bald stadtplanerisch angegangen werden.
  • Mit Wohnbauten und Gewerbeansiedlung nimmt die Verkehrsbelastung in den Zentren zu. Die Gemeinde muss bereit sein, zur Entlastung für die Bürger zu investieren.
  • Die Ortsdurchfahrt Jüchen (B59) und Ortsdurchfahrt Gierath (L71) müssen zur entlastenden Regulierung des Verkehrs zur Gemeindestraße erklärt werden.

Für die Zukunft unserer kleinen Dörfer:

  • Wir wollen die Idylle unserer ländlichen Gebiete erhalten und vertiefen. Dorfverschönerung und Eingrünung machen Wohnbebauung (Schließung von Baulücken) und Sanierung attraktiv.
  • Ein modernes Kommunikationsnetzwerk – Breitbandanbindung im Internet mit Glasfaser-Technologie – schafft Arbeitsplätze am Ort für Gewerbetreibende und Selbständige.
  • Die Mobilität muss verbessert werden. Über einen erneuten Anlauf, einen Bürgerbus zum Rollen zu bringen, müssen sich die Bürgervertreter einigen.
  • Ein Ausbau des Radwegenetzes erschließt die Kulturlandschaft für Anwohner und Besucher.

Gewerbe 3 (3) Gewerbeansiedlung ist Jüchens Basis
Wirtschaftsentwicklung ist ohne Alternative. Ohne Ertragssteigerung aus Gewerbe- und Einkommensteuern kann die Gemeinde ihre hohe Verschuldung nicht abbauen und die Wünsche ihrer Einwohner nach Schulen und Kitas, Sportstätten und Straßen, sozialer Sicherheit und Lebensqualität auf Dauer nicht bezahlen.

Für sozialverträgliche Gewerbeansiedlung:

  • Gewerbe schafft Arbeitsplätze, schafft Einkommen. Kontraproduktiv dazu ist eine Erhöhung der Steuerhebesätze in der Gemeinde. Sie erfolgte kürzlich gegen die Stimmen der SPD und darf es nicht nochmals geben.
  • Belastungen für die Anwohner, die von neuen Gewerbeanlagen ausgehen können, dürfen nicht ignoriert werden. Information und Beteiligung der Bürger am Planungsprozess müssen frühzeitig erfolgen. Die Gemeinde muss bereit sein, in Schutzmaßnahmen zu investieren, um die Akzeptanz von Gewerbeansiedlungen bei den Bürgern zu wahren.
  • Bei dem geplanten Container-Terminal in Jüchen müssen Lärmschutzmaßnahmen getroffen werden, die über gesetzliche Standards hinausgehen und ein Niveau subjektiver Verträglichkeit erreichen. Andernfalls wird die SPD dem Projekt nicht zustimmen.
  • Der Lärmaktionsplan muss umgesetzt werden trotz Mangel an Messgeräten zur Verkehrskontrolle, an polizeilicher Kapazität und an Geld zur Instandsetzung von Straßen. Jeder kleine Schritt ist wichtig.

Für ortsnahe Versorgung:

  • Die Umsetzung des Einzelhandelskonzepts bedarf weiterer Anstrengungen durch eine professionelle Wirtschaftsförderung.
  • Sie muss für die Versorgung einen Schwerpunkt in Hochneukirch setzen, das nicht ins Hintertreffen geraten darf.
  • Für das tägliche Leben muss in Hochneukirch Platz für einen Vollsortimenter ebenso wie für einen Drogeriemarkt gefunden werden. Sie sollen die Einkaufsmöglichkeiten am Nordring ergänzen.

Windräder 2 (4) Klimaschutz ist Jüchens Modernität

Das Klimaschutzgesetz NRW von 2013 will eigene und bundespolitische Zielvorgaben auf der Ebene der Kommunen umsetzen. Die Gemeinde hat daher begonnen, ein Klimaschutzkonzept zu erarbeiten. Energieeinsparung, Energieeffizienz und der Ausbau „Erneuerbarer Energien“ sollen der Gemeinde und der Bürgerschaft helfen, Kosten zu senken und Umweltbelastungen zu vermindern.

Für klare Gemeindeziele:

  • Der Ausbau der Erneuerbaren Energien mit seinen technologischen Auswirkungen muss sozialverträglich und umweltschonend gestaltet werden.
  • Die Gemeinde muss endlich ein Konzept für die Erzeugung Erneuerbarer Energien aufstellen. Es geht dabei vor allem um Windkraft, Photovoltaik und Kraft-Wärme-Kopplung.
  • Ziel muss sein, eine möglichst hohe Deckung des kommunalen Energiebedarfs („100% EE“) durch ortsnahe dezentrale Anlagen zu erreichen. Darüber hinaus gehende Anforderungen werden durch den Braunkohletagebau mehr als genügend abgedeckt.
  • Windenergieanlagen „wo immer möglich“ darf es nicht geben, schon gar nicht vor Schloss Dyck.
  • Beratung zur Technologie, zur Wirtschaftlichkeit und zur finanziellen Förderung muss den Bürgern durch eine kommunale Klimaschutzstelle angeboten werden.
  • Die Gemeinde soll am Förderprogramm „100 Klimaschutzsiedlungen in NRW“ teilnehmen. Das Land fördert damit Wohnbauten und Sanierungen beim Umsetzen von Energiesparkonzepten. Ein geeignetes Areal können die Zivilisationsbrachen in Hochneukirch sein.

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