SPD stellt die Weichen für das Qualitätsziel einer „Familiengerechten Kommune“

In Haus Katz berichtete Klaus Besser, SPD-Bürgermeister der Stadt Steinhagen (bei Bielefeld), über den Weg seiner Stadt bis zur Zertifizierung als „familiengerechte Kommune“. Zu dieser öffentlichen Veranstaltung am 23. Juni konnte Bürgermeisterkandidat Holger Tesmann auch Landratskandidat Hans Christian Markert begrüßen und Vertreter aller Fraktionen des Gemeinderats, die sich aus erster Hand über den praktischen Ablauf des Audit-Verfahrens informieren konnten. Wenige Tage vorher hatte der Gemeinderat den Antrag der SPD gebilligt, den zuständigen Fachausschuss mit der Frage des Audits zu befassen und in seiner August-Sitzung die Auditoren zu einer Präsentation einzuladen.

v.l.n.r. Holger Tesmann, Klaus Besser, Hans Christian Markert

v.l.n.r. Holger Tesmann, Klaus Besser, Hans Christian Markert

Das Audit begutachtet Stärken und Schwächen aller bisherigen familienpolitischen Leistungen der Gemeinde. Es wird durch den Verein „Familiengerechte Kommune e.V.“ durchführt (www.familiengerechte-kommune.de). Der Verein wurde vom NRW Familienministerium im März 2011 ins Leben gerufen, arbeitet bundesweit und hat in NRW inzwischen 20 kleine und große Kommunen begutachtet und zertifiziert.

Klaus Besser schilderte, wie Steinhagen als kleinste Kommune in ganz Deutschland am Ende eines eineinhalb jährigen Prozesses 2014 das Zertifikat erhielt. Am Anfang stand ein Antrag der oppositionellen CDU im Rat. Es folgten systematische Erhebungen in sechs Handlungsfeldern, Beteiligung der Bürger und Akteure von Sozialverbänden, Kirchen etc. in Workshops bis hin zur Erstellung eines Maßnahmenkatalogs, der nun abgearbeitet wird. Als herausragendes Projekt nannte er das kommunale Wohnungsbauförderungsprogramm.

Jüchen soll sich nach den Vorstellungen der SPD diese Praxis zum Vorbild nehmen. Familiengerechtigkeit als kommunalpolitischer Richtungsweiser ist die richtige Antwort in unserer Zeit auf die Herausforderungen durch den Wandel in der Bevölkerungsstruktur. Die gegenwärtige Diskussion um die weiterführenden Schulen und die zunehmende Abwanderung der Schüler ins Umland zeigt erneut, welche zentrale Bedeutung der Familienfreundlichkeit als Standortfaktor für die Entwicklung der Gemeinde zukommt.

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