Kommunaler Klimaschutz in der Gemeinde Jüchen

Winzen 004(1)Ende 2013 will die Gemeinde mit externer fachlicher Unterstützung ein Klimaschutzprogramm auflegen. Der SPD-Ortsverein Jüchen hat dies auf einer Tagung im Kloster Langwaden am 8. Juni zu seinem Hauptthema gemacht. Benedikt Winzen, SPD-Bundestagskandidat (Foto: 2. von links) für den Jüchener Wahlkreis 110, war mit von der Partie. Das Impulsreferat zum Klimaschutz hielt Norbert Meesters MdL,umwelt-politischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion. Die Landesregierung NRW treibt mit ihrem Klimaschutz-Startprogramm von Oktober 2011 und  dem Klimaschutzgesetz von Januar 2013 die Energiewende auch auf kommunaler Ebene voran. Energieeffizienz, Energieeinsparung und die Erzeugung erneuerbarer Energie (EE) sind die drei tragenden Säulen der Strategie. Nach der Potenzialstudie zur Windkraft legte das Land nun auch eine Potenzialstudie zur Solarenergie vor, die für jede einzelne Kommune den Spielraum ihrer Möglichkeiten aufzeigt.

Für Jüchen kann daraus entnommen werden, dass ein Potenzial von 144 GWh/a mit Windenergieanlagen sowie von 53 GWh/a (Dächer) und 101 GWh/a (Freiflächen) mit Photovoltaik erschlossen  werden kann. Damit kann der eigene Strombedarf von 92 GWh/a (2011) grundsätzlich bequem durch erneuerbare Energiequellen erzeugt werden. Mit den vier (später sechs) Windrädern im Rekultivierungsgebiet werden demnächst bereits über 50 % dieses Strombedarfs abgedeckt sein.

Die auch hiermit verbundenen Akzeptanzprobleme in der Bevölkerung können durch eine sorgfältige Auswahl von Standorten und durch geeignete Beteiligungsmodelle minimiert werden. Eine darüber hinausgehende Stromerzeugung für den gesellschaftlichen Bedarf wird nicht befürwortet. Sie ist für Jahrzehnte zu Lasten der Gemeinde durch den Braunkohletagebau als Übergangstechnologie bereits im Übermaß gegeben!

Maßnahmen zur Energieeffizienz und Energieeinsparung, bei denen die Gemeinde im eigenen Gebäudebestand Vorreiter sein und für private Haushalte und Gewerbe eine Beratung und Lotsenfunktion anbieten soll, erleichtern weiter das Ziel, den Eigenbedarf vollständig aus erneuerbaren Energiequellen abzudecken (Ziel: 100% EE). Dieses Ziel soll nach Auffassung des SPD-Ortsvereins in ein energie- und klimapolitisches Leitbild der Gemeinde einfließen.

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