Ein Unternehmen findet keinen Platz in Jüchen

Seit vielen Jahren gelingt es nicht, das Gewerbegebiet an der Robert-Bosch-Straße mit kleinen Unternehmen zu besiedeln. Die Schwierigkeiten sind durch berechtigte Einschränkungen begründet, die sich aus der nahen Wohngebietslage ergeben. Eine wirtschaftliche Entwicklung des Areals ist aber für die Haushaltssituation der Gemeinde dringend erforderlich und ist u.a. auch eine Voraussetzung dafür, dass weitere Gewerbeflächen wie z.B. entlang der A 540 erschlossen werden können.

Nun will ein aufstrebender Kfz-Reparaturbetrieb mit 14 Arbeitsplätzen in Hochneukirch aus seinem bisherigen Provisorium heraus und mit neuen Anlagen in eine moderne Betriebsstätte an der Robert-Bosch-Straße investieren. Aber die Mehrheit des CDU/FDP-Blocks im Rat lehnt ab!

Im Vorfeld der Ratssitzung hatte die SPD dazu eingehende Fragen an die Verwaltung gestellt:

– Ist die beantragte Ansiedlung verträglich mit dem Gesamtkonzept der Robert-Bosch-Straße (Einzelhandelskonzept, Errichtung eines Gewerbeparks, Berücksichtigung des benachbarten Wohngebietes)? –

– Gibt es infolge von Arbeitsabläufen und zusätzlichem Verkehr inakzeptable Emissionen von Lärm, Schadstoffen, Abfällen?

– Kann bei dem Unternehmen von einem soliden Management ausgegangen werden, das mit seinen Arbeitsplätzen für die Gemeinde von Bedeutung ist?

Die Auskünfte aus dem Rathaus waren eindeutig: Es gibt nach eigenen Erkenntnissen und den beigebrachten Planungen und Gutachten keinen einzigen sachlichen oder rechtlichen Grund, den Bauantrag abzulehnen. Umso enttäuschender war das Taktieren von Bürgermeister Zillikens, der die Verwaltungsvorlage zur Genehmigung mit keinem Wort verteidigte.

Für ihre Ablehnung nannte die CDU einen einzigen Grund: Den Abschleppdienst rund um die Uhr.  Das ist hanebüchen und wird den gutachtlich belegten Tatsachen nicht gerecht. Eine solche dürftige Begründung eröffnet Raum für Spekulationen über den wirklichen Grund der Ablehnung bis hin zur Wahrung eines konkurrierenden Klientelinteresses. Mit vorgeschobener und nichtiger Begründung wurde eine Entscheidung getroffen, die einem bodenständigen Unternehmen in Jüchen die weitere Entwicklungsgrundlage entzieht und der wirtschaftlichen Entwicklung der Gemeinde selbst schweren Schaden zufügt.

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