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SPD-Bürgermeisterkandidat


05. Dezember 2008
Hans-Josef Schneider für das Bürgermeisteramt

Die Jüchener Sozialdemokraten haben einmütig ihren Spitzen- kandidaten für das Bürgermeisteramt gewählt: Hans-Josef Schneider, 52 Jahre alt, zur Zeit Baudezernent der Gemeinde Rommerskirchen. In seiner Wahlrede hob er als einen seiner Schwerpunkte die Stadtentwicklung hervor und kündigte für die Haushaltsklausur der Ratsfraktion Anfang 2009 einen Expertenbeitrag zur Lage in Jüchen an. Für den unabweislichen Trend einer nachhaltigen Energiewirtschaft forderte er die Beachtung der Belange der Bevölkerung ein und verwies auf eine bevorstehende Initiative der Ratsfraktion, durch eine Verfahrensänderung die Geruchsbelästigung durch die Kompostieranlage Wanlo zu minimieren. In sein Wahlkampfteam bat er die Vorsitzenden der Ortsvereine Bedburdyck (Hubert Nöhlen), Hochneukirch (Reiner Lange) und Jüchen (Holger Tesmann), den stellvertretenden Bürgermeister Joachim Drossert, den Geschäftsführer der Ratsfraktion Gerhard Geisler und als Internetbeauftragten Thorsten Borgert.
Für Gespräche mit dem Wähler steht Hans-Josef Schneider ab sofort jeden Freitag zwischen 16 und 18 Uhr unter 02165 – 911240 telefonisch bereit.

Hans-Josef Schneider / Foto: Christian Daams

Zur Person:
Hans-Josef Schneider entstammt einer im Gebiet der Gemeinde lang eingesessenen Handwerkerfamilie. Sie bietet ihm bis heute familiären Rückhalt und Heimat. Hier liegt noch immer der Ausgangspunkt für alle Unternehmungen seines Lebens: Früher das Haus der Großeltern in Aldenhoven, das Elternhaus in Bedburdyck und heute sein eigenes Heim mit Ehefrau Petra und Sohn Ron in Schaan.

 Hans-Josef Schneider

 

Er wächst als ältester von vier Brüdern in Bedburdyck auf, absolviert dort die Hauptschule und tritt danach eine Lehre als Starkstromelektriker an. Parallel dazu besucht er die Abendschule bis zur Mittleren Reife. In diesen jungen Jahren lebt er sich in die Dorfgemeinschaft ein. Er wirkt als Pfarrjugendleiter in der katholischen Kirche mit. Er wird Mitglied im Bürger- schützenverein Bedburdyck-Stessen, dem er nun schon seit mehr als 30 Jahren angehört, heute als Spieß im Traditionszug der Pioniere in Bedburdyck. Seit 1993 fühlt er sich wohl in der St.-Sebastianus-Bruderschaft Aldenhoven, zuletzt als Königsadjutant bei seinem Bruder Theo. Wandern, Joggen, Radeln und seine 650er Honda wechseln in ihrer Bedeutung für die Freizeit. Er liebt es, gemeinsam mit seiner Frau im Campingwagen europaweit Landschaft und Kultur zu erkunden.

Sein hartnäckig verfolgter Bildungsweg ist wahrlich nicht einfach. Er setzt seine Ausbildung an der Fachoberschule in Grevenbroich fort und erwirbt die Fachhochschulreife. Das folgende Studium zum Bauingenieur an der Hochschule Köln finanziert er überwiegend selbst, indem er in den Semesterferien auf dem Bau arbeitet. Zwischendurch leistet er für eineinhalb Jahre den obligatorischen Zivildienst in der Werkstatt für Behinderte in Hemmerden.

Endlich mit 25 Jahren ist das Studium abgeschlossen und er kann 1981 heiraten. Er verdient in der freien Wirtschaft 5 Jahre lang als Konstrukteur und Statiker seinen Lebensunterhalt, dann geht er 1987 zur Stadt Köln. Dort wird er schon mit 32 Jahren Oberbauleiter. Eine seiner großen Aufgaben wird die Planung und Leitung eines 20 Mio Tiefbauprojekts im Kölner „Abwasserkonzept 2000“

Der frühere Stadtdirektor von Köln, Albert Glöckner, seit 1999 Bürgermeister von Rommerskirchen, holt Hans-Josef Schneider im Jahr 2000 in das Baudezernat der Gemeinde. Drei Jahre später übernimmt er die Verantwortung als Baudezernent. Nun wird er mit allen Aspekten der Strukturentwicklung in der Gemeinde vertraut. Die Vorgaben des Bürgermeisters sind denkbar einfach: „Das ist also die Aufgabe. Mach` mal.“ Das verlangt von ihm Gestaltung der Verwaltungsstruktur und Personalorganisation. Es bedeutet Projektentwicklung für Schulen und Sport, für Kindertagesstätten, Gewerbegebiete und Verkehr. Es erfordert die unmittelbare Leitung einzelner Projekte und das verantwortliche Controlling. Es wird eine aktive Bodenpolitik betrieben, die die Gemeinde an der Wertschöpfung beteiligt.

Er arbeitet mit an der Etablierung einer Entwicklungsgesellschaft der Gemeinde und ist seit 6 Jahren einer der zwei Geschäftsführer. Leuchtturmprojekte sind das Dienstleistungszentrum der Verwaltung und das auch in Jüchen beachtete energieeffiziente Feuerwehrgerätehaus in Nettesheim, das 2008 von der Landesregierung im Rahmen des „European Energy Award“ ausgezeichnet wird. Er wird zur rechten Hand des Bürgermeisters.

Zur Politik:
Wie wird jemand Sozialdemokrat in einem eher konservativen Elternhaus? Er sagt: „Ich war von klein auf schon immer etwas rebellisch. Die sozialen Probleme, die ich im nachbarschaftlichen Gespräch erfuhr, führten mich auf den Weg nach links. Meine CDU nahen Familienangehörigen haben das immer toleriert“. So wird er 1982 Mitglied der SPD. Der damalige Matador am Ort, Willi Kuhles, braucht ihn als Sachkundigen Bürger im Bauausschuss der Gemeinde Jüchen.

In der Zeit, in der seine Frau Petra Radbruch-Schneider den Vorsitz der SPD-Ratsfraktion inne hat, bleibt er in Jüchen politisch im Hintergrund und konzentriert sich auf seine kommunalen Aufgaben in Köln und Rommerskirchen. Sein politisches Geschick wird hier geschult in einem konservativ geprägten Umfeld, in dem er lernt, widerstreitende Interessen in Rat und Bürgerschaft auszugleichen. „Es ist hochinteressant, über die Parteigrenzen hinaus tätig zu werden, mit den Bürgern im Kontakt zu sein, um mit ihnen gemeinsam neue Wege zu suchen und zu gehen.“

Es wird eine wichtige Erfahrung, sich in den gegenseitigen Abhängigkeiten des Behördengeflechts von Kreis und Land durchzusetzen. Acht Jahre kommunaler Arbeit in Verwaltung und Management, Wirtschaftlichkeitskontrolle und Finanzierungsplanung, politischer Koordination und Arbeit mit der Bürgerschaft machen heute seine Kompetenz aus. Was Jüchen am meisten braucht, das bringt Hans-Josef Schneider in das Bürgermeisteramt mit.

Seine Maxime:
„Der Bürger muss in allen politischen Entscheidungen den roten Faden für ein zukunftsgerichtetes Handeln erkennen können. Er muss wissen, was er in der Zukunft bekommt, wenn er in der Gegenwart Beiträge leisten und Belastungen akzeptieren soll. Dazu muss er einbezogen sein in den Prozess der Entscheidungsfindung. Erst das ist eine aktive Bürgerkommune.“

Zur Zukunft:
Hiermit verbinden sich die großen Ziele der Gemeinde. Und das sind für Hans-Josef Schneider und die Jüchener Sozialdemokraten:

  • eine integrierte Gemeindeentwicklung zu urbanen Siedlungszentren, dörflichen Gemeinschaften und ländlichen Räumen für Arbeit, Wohnen und Freizeit
  • ein zukunftsfähiger Ausbau der Lebensbereiche von Schule und Sport, von Betreuung im Kindes- und Seniorenalter, von sozialem Leben und heimatlicher Kultur
  • ein fortgesetzter Wandel der Verwaltung in Struktur, Personal und Qualifikation, die von einem „Amt“ zu einem bürgernahen „Dienstleister“ umzubauen ist.
  • eine langfristige und konsequente Entschuldungsstrategie, damit die Gemeinde in ihren freiwilligen Leistungen für die Bürgerschaft wieder handlungsfähig wird
  • eine nachhaltige Wirtschaftsentwicklung vor Ort, die für das Leben in der Gemeinde die notwendige finanzielle Grundlage liefern soll.

Hans-Josef Schneider / Holger Tesmann

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