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SPD-Bürgermeisterkandidat


20. November 2008
SPD Vorstand schlägt Hans-Josef Schneider für das Bürgermeisteramt vor

Der Journalisten-Sport, Geheimnisse vorzeitig zu lüften, war erfolgreich. Und so pfeifen es die Spatzen schon von den Dächern, was der Vorstand der Jüchener SPD erst heute formell beschloss: Hans-Josef Schneider, 52 Jahre alt, gelernter Elektriker und studierter Bauingenieur, zur Zeit Baudezernent der Gemeinde Rommerskirchen, soll im nächsten Jahr für das Bürgermeisteramt kandidieren. So lautet der einstimmige Vorschlag für die Wahlversammlung der Jüchener Sozial- demokraten, die am 5. Dezember in der Gaststätte Welters in Otzenrath stattfinden wird.

Hans-Josef Schneider / Foto: Christian Daams

Hans-Josef Schneider kommt mitten aus der Kommunalpolitik und mitten aus Jüchen. Aufgewachsen in Bedburdyck, erwarb er während seiner Lehrzeit auf dem zweiten Bildungsweg die Fachhochschulreife. Nach Abschluss des Studiums war er 5 Jahre lang als Konstrukteur und Statiker in der freien Wirtschaft tätig, bevor er 1987 zur Stadt Köln ging. Dort wurde er mit 32 Jahren Oberbauleiter.

 Hans-Josef Schneider

 

Der Stadtdirektor von Köln, Albert Glöckner, wurde 1999 Bürgermeister von Rommerskirchen. Er holte Hans-Josef Schneider 2000 in das Baudezernat der Gemeinde, das er drei Jahre später übernahm. Hier trieb er die Strukturentwicklung der Gemeinde voran. Das bedeutete Projektentwicklung für Schulen und Sport, für Kindertagesstätten, Gewerbegebiete und Verkehr ebenso wie die Leitung von Einzelprojekten und das Controlling der kommunalen Projekte. Er arbeitete an der Etablierung einer Entwicklungsgesellschaft mit und ist seit 6 Jahren einer der zwei Geschäftsführer.

Acht Jahre kommunaler Arbeit in Verwaltung und Management, Wirtschaftlichkeitskontrolle und Finanzierungsplanung machen seine Kompetenz aus. Sein politisches Geschick wurde geschult in einem konservativ geprägten kommunalen Umfeld, in dem er lernte, widerstreitende Interessen in Rat und Bürgerschaft aufeinander zu zu führen und sich in den gegenseitigen Abhängigkeiten des Behördengeflechts von Kreis und Land durchzusetzen.

Was Jüchen heute am meisten braucht, das bringt Hans-Josef Schneider in das Bürgermeisteramt mit: Über die Parteigrenzen hinweg tätig werden, die Bürgerschaft in die Entwicklung von schwierigen Sanierungskonzepten einbeziehen, die Verwaltung in Struktur, Personal und Qualifikation weiter von einem „Amt“ zu einem „Dienstleister“ umbauen und bei allen Vorhaben die modernen Wege vieler Kommunen auf ihre Brauchbarkeit für Jüchen prüfen und sinnvoll übertragen.

Hiermit verbinden sich die großen Ziele der Gemeinde. Und das sind für Hans-Josef Schneider und die Jüchener Sozialdemokraten:

  • eine langfristige und konsequente Entschuldungsstrategie, damit die Gemeinde in ihren freiwilligen Leistungen für die Bürgerschaft wieder handlungsfähig wird
  • eine integrierte Gemeindeentwicklung zu urbanen Siedlungszentren, dörflichen Gemeinschaften und ländlichen Räumen für Arbeit, Wohnen und Freizeit
  • ein zukunftsfähiger Ausbau der Lebensbereiche von Schule und Sport, von Betreuung im Kindes- und Seniorenalter, von sozialem Leben und heimatlicher Kultur
  • eine nachhaltige Wirtschaftsentwicklung vor Ort, die für das Leben in der Gemeinde die notwendige finanzielle Grundlage liefern soll.

Holger Tesmann

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